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Die Grafen von Blankenheim

Die Burg Blankenheim war im Mittelalter Sitz einer der bedeutendsten mittelalterlichen Dynastenfamilien, die sich in der Binneneifel im politischen Kraftfeld zwischen den Kurstaaten Trier und Köln selbständig behaupten konnten. Die Familie der Herren von Blankenheim wird erstmalig im Jahre 115 in Urkunden genant. Sie war bereits damals ein hochangesehenes Geschlecht, dessen Mitglieder z. T. hohe kirchliche Würden bekleideten, z. B. die eines Abtes von Prüm, eines Archidiakons von Trier, eines Bischofs zu Lüttich. Im frühen 14. Jh. waren die Herren von Blankenheim mit den Grafen von Luxemburg und damit auch mit dem gleichnamigen Kaiserhaus verwandt. 1380 wurden sie in den Grafenstand erhoben. 1406 starb das ältere Grafenhaus von Blankenheim aus. Es folgte bis zum Jahre 1468 die jüngere Linie Blankenheim, die mit den Herzögen von Jülich verwandt war. von 1469 bis 1780 schließlich regierte der dritte Zweig des Geschlechtes mit den Grafen von Manderscheid-Blankenheim, die zeitweise in drei Linien aufgeteilt waren. Erst 1699 vermochten die Grafen von Manderscheid-Blankenheim endgültig die Lehnshoheit der Herzöge von Jülich abzuschütteln und eine reichsunmittelbare Herrschaft zu werden.

Aus der langen Reihe bedeutender Persönlichkeiten des Grafenhauses ist vor allem Graf Hermann von Blankenheim-Manderscheid hervorzuheben (1548-1604). Er war der Begründer der weithin bekannten Sammlung römischer Altertümer der Grafenfamilie Blankenheim. Auf seine Tätigkeit gehen auch die reichhaltige Bibliothek sowie eine umfangreiche Reliquiensammlung der Familie zurück. Die Antikensammlung der Grafen von Manderscheid-Blankenheim darf ähnlich wie etwa die Klevischen Fürsten - typisches Beispiel für die während der Renaissance erwachende Leidenschaft gelten, Altertümer - besonders solche der Antike - zu sammeln. Nach dem Erlöschen des Hauses Manderscheid-Blankenheim erbte die Nichte des letzten Grafen, Augusta von Manderscheid-Blankenheim, den gesamten Besitz. Sie war mit dem böhmischen Grafen Christian von Sternberg verheiratet. Als 1794 die französischen Revolutionstruppen gegen Blankenheim vorrückten, floh die Gräfin unter Mitnahme zahlreicher Reliquien, wichtiger Büchner und Dokumente nach Böhmen. Was von der Antikensammlung übrig blieb, ging entweder während der Kriegsjahre verloren oder gelangte in die Hand bedeutender Sammler des frühen 19. Jhs., wie in die des Kölner Professors Wallraf oder des Kanonikus Pick zu Aachen. Heute sind es nur noch wenige Stücke der einstigen Blankenheimischen Sammlung, die sich teils im Römisch Germanischen Museums Köln, teils im Rheinischen Landesmuseum Bonn befinden.

aus: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern, Band 26

Grafschaft Manderscheid

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