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Blankenheim - Dollendorf
Karte Naturschutzgebiet Lampertstal

(455 m, 766 Einwohner) Der Ortsteil befindet sich in der Kalkeifel, der sogenannten "Dollendorfer Kalkmulde". 2 km nördlich liegt der Ortsteil Schloßthal mit der Burgruine Dollendorf. Im Nordwesten der Gemarkung dehnt sich ein großer Teil des Wacholder-Naturschutzgebietes Lampertstal aus. - Jugendzeltplatz unweit der Burgruine

Bewiesen durch zahlreiche Funde, muß Dollendorf der Mittelpunkt einer großen römischen Siedlung gewesen sein. An der Stelle der heutigen Antoniuskapelle soll ein römischer Tempel des Kriegsgottes Mars gestanden haben. Nachdem die Römer im 5. Jh. von den Franken verdrängt worden waren, war Dollendorf ein Allod eines fränkischen Großen. Im Güterverzeichnis der Abtei Prüm wurde schon 893 ein Edelherr - "vir nobles de dollendorpt" - genannt Die "Vita Annonis" nennt 1077 einen Arnold de dollendorpht. Der erste castrum-Beleg stammt ebenfalls aus dem Jahre 1077.

Die nächsten Herrscher sind Gumperus de Tollendort Adolf von Dollendorf und Gerlach I., der neben Dollendorf auch schon die Herrschaft Kronenburg besaß. Gerlach II. (1268-1297) erscheint in über 50 Urkunden. In den Auseinandersetzungen zwischen Kurköln und Luxemburg betrieb Gerlach II. eine Schaukelpolitik. Repressalien folgten. Zur gleichen Zeit wurde der Einfluß Blankenheims durch verwandtschaftliche Beziehungen zu Luxemburg im oberen Ahrgebiet immer stärker. Die Dollendorfer verschuldeten sich immer mehr, und Besitz um Besitz mußte verpfändet werden. Im 15. Jh. starb die männliche Linie der Dollendorfer aus. Danach teilten sich mehrere Herren und Herrscher das unglückliche Erbe. 1742 fand der "Dollendorfer Krieg" zwischen den Grafen von Salm-Dyck und von Blankenheim statt. Der Blankenheimer siegte und die Herrschaft Dollendorf kam trotz gegenteiligen Urteils des Reichskammergerichts Wetzlar endgültig zu Blankenheim. In der französischen Zeit war Dollendorf eine Mairie im Canton Blankenheim.

 Die Burgruine Dollendorf (1077) im Ortsteil Schloßthal deutet heute noch auf eine ehemals großartige Burganlage hin. Ein alter Kreuzweg führt vom Ortsrand bis zur Burgruine. Seinen Endpunkt bildet das sogenannte "Hohe Kreuz" kurz vor der Burgruine Dollendorf. Im Bereich der Antoniuskapelle (1701) soll ein römischer Tempel des Kriegsgottes Mars gestanden haben. Jährlich am Karfreitag führt eine Kreuzwegprozession zur Antoniuskapelle und den Stationen. Des weiteren sehenswert sind u.a. der Antoniushof (17. Jh.), das Marienkapellchen (1734) und die spätgotische Pfarrkirche St. Johann Baptist, deren Ursprünge in das Jahr 1380 zurückgehen.

Historisches Erntedankfest mit Erntedankzug alle 2 Jahre im September/ Oktober (wieder 2003).

Dollendorf  Archiv 

 

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